Nicht zurückgespult kostet extra!

Aber:

Mein Buch ist endlich fertig und es ist

Zurückgespult

29 Analoggeschichten in stereo!

Vorbestellbar ab jetzt für knuffige 9,90 Euro beim Blaulicht-Verlag!

Am dieser Stelle auch ein großes Dankeschön an Marvin Ruppert für Cover und Lektorat und an den Blaulicht Verlag. Allem voran Dominik Bartels!

Ich finde das Werk sehr sehr schön!

Freude!!

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Drei Ecken, ein Elfer

Akt 4: Drei Ecken, ein Elfer

„Eyyyyyy, Schiiiiiiiiriiiiiiiiii!!!!! 80 Kilo fallen nicht von alleine!!!!“

Die Menge tobte. Mein Vater rannte wild gestikulierend am Spielfeldrand auf und ab und beschimpfte den Schiedsrichter. Ich zappelte im Netz wie ein Pottwal im japanischen Gewässer. Dann war das Spiel zu Ende

Dass ich es überhaupt in die F-Jugend des örtlichen Fußballvereins geschafft habe, hatte ich eher weniger meinen filigranen und technisch ausgefeilten Fähigkeiten am Ball zu verdanken, als viel mehr einer Kombination aus diplomatischem Geschick und juristischem Staatsexamen. „Das Spiel dauert 90 Minuten, der Ball ist rund, vor dem Spiel ist nach dem Spiel, Elf Freunde müsst ihr sein und der Dicke darf mitspielen!“ waren die aufbauenden Worte unseres Trainers in der Umkleidekabine.

Ich fühlte mich auf dem Platz so fremd wie ein Delphin in einer Thunfischdose. In meinem Trikot, welches es selbstverständlich nicht in meiner Größe gab, sah ich aus wie der kleine, moppelige Bruder von Ailton. Zu allem Überfluss hatte sich dann auch noch die ortsansässige Metzgerei dazu entschlossen, ihrer unbändigen Kreativität – getreu dem Motto: „Ick glob ick mach ma wat richtig verrücktes, wa?“ – freien Lauf zu lassen und ihren Werbeslogan derart zu verändern, so dass wir fortan mit „Die Wurst“ als Trikotsponsor aufliefen. Kam natürlich super an. Vor allem bei den Mädchen. Hatte ich doch bis dato allen verschwiegen, dass mein eigentliches Interesse am Fußball weniger dem runden Leder zu verdanken war als viel mehr Ines. Ines war auch rund, stand im Eckigen und liebte Uwe Kamps. Während sich die Berufswünsche meiner Schulkameraden um Weltall, Lokführer oder Feuerwehr drehten, war mein Traum: Spielerinnenmann. Dass ich auf dem Feld so kompakt stand und die Räume geschickt eng machte, lag weniger an meiner vorausschauenden Spielweise, als viel mehr an meiner bloßen Anwesenheit. Meine Leistungen entsprachen nicht im Geringsten denen eines echten Sechsers, sondern waren mehr so…. 4 π*r2-Kugelblitz. Die Anweisung des Trainers das Spiel breit zu gestalten habe ich eindeutig fehlinterpretiert. An jedem Spieltag baute Super RTL für „Oops, die Pannenshow“ gefühlte 20 Kameras rund um das Feld herum auf, die jede meiner Bewegungen, quasi ohne technischen Aufwand, in Slow Motion für die Nachwelt aufnahmen und festhielten. Und sie wurden nicht enttäuscht. Da meine Eltern der festen Überzeugung waren, dass man nicht mit vollem Magen zum Sport ging, wurde ich regelmäßig vom Platzwart darauf hingewiesen doch bitte nicht den Löwenzahn am Spielfeldrand zu verzehren. Als ich zum wiederholten Male wegen unfreiwilligen Sperrens ohne Ball vom Platz flog, gab ich meinen Rücktritt vom Amateursport bekannt. Das machte das Team zwar nicht unbedingt erfolgreicher, bot aber zumindest jedem mehr Freiraum zur persönlichen Entfaltung. Denn wichtig ist am Platz und die Null muss stehen.

Vorfreude auf 2014

Hallo Menschen!

Ich habe mich ja nun eine ganze Zeit lang nicht mehr hier zur Wort gemeldet. Der National 2013 in Bielefeld ist vorbei und es bleiben eine Menge toller Erinnerungen. An dieser Stelle muss man den Organisatoren ein großes DANKESCHÖN aussprechen. Ich verzichte auf eine namentliche Aufzählung. Ihr wisst ja wer gemeint ist.

Was kommt nun?

Das Jahr neigt sich langsam dem Ende entgegen und trotzdem gibt es noch viel zu tun. Sowohl beruflich als auch privat. Ich kann euch schon mal versprechen, dass 2014 toll wird! Viele Auftritte, viele Städte, neue Texte und ganz viel Spaß!

Was aber noch viel toller ist: 2014 erscheint mein erstes Buch im Blaulicht Verlag!!!! Das wird spitze!

Bis dahin werde ich noch weiter tüchtig sein.

Lasst es euch gut gehen und kommt gut in die neue Woche!

Martin

Da ist doch was im Busch

Freunde der seichten Abendunterhaltung,

wisst ihr was ich gerade mache? Genau! Ich suche gerade Texte aus, welche durch meine Stimme zum Leben erweckt und dann auf einen Datenträger gepresst werden. Cool, was?

2014 ist das Jahr. Januar/Februar sind die Monate.

Es wird ein neues Audiobuch geben. Noch mehr Texte, noch schöneres Cover. Noch mehr ich. Und das alles auch noch zum mitnehmen und zum downloaden. Ich werd bekloppt.

Vorfreude!

Salzburg ist total verrückt!

Freunde,

was war denn da los?! Wahnsinn! Ich bin immer noch total verwirrt und umnebelt.

2 Tage Ö-Slam. 2 Tage tolle Menschen. 2 Tage volle Arge. 2 Tage wach. Völlig übermüdet und mit einem breiten Grinsen bin ich heute morgen dann ins Bett gefallen. Was bleibt sind tolle Erinnerungen an 2 atemberaubende Tage und jede Menge Spaß! Nachdem ich am Freitag ins Finale einziehen durfte, habe ich eigentlich gar nicht mehr so sehr viel erwartet. Das war eigentlich schon mehr als ich mir vorgestellt habe. Aber dass ich dann trotz Startplatz 1 noch ins Stechen kommen durfte und den zweiten Platz belegen konnte, macht mich super froh. 

 

Ein riesen großes DANKESCHÖN an alle Beteiligten: Die Arge, Ko, die gesamte Ö-Slamily und nicht zu vergessen dem tollen und wirklich gut aussehenden Publikum. 🙂 Ihr seid der Hammer!

 

Ich freue mich auf ein baldiges Wiedersehen und wünsche euch allen noch einen wunderbaren Sonntag, sowie einen guten Start in die neue Woche!

 

Liebe.

Martin

Vorwort zum Ö-Slam

Hallo Gemeinde,

 

in nun nicht mal mehr 4 Tagen beginnt der Ö-Slam in der Argekultur Salzburg und die Freude ist schier grenzenlos. Das ist nicht übertrieben. Gar nicht. Nein. Ö-Slam bedeutet Freunde treffen, Menschen begegnen, lachen, weinen, sich liebhaben. Ich freue mich ganz besonders auf viele neue, unbekannte, tolle Menschen, ihre Geschichten und Gedanken. Und natürlich auch auf Bier. Keine Frage. Wer sich etwas mit Poetry Slam beschäftigt, der weiß, dass es bei den Meisterschaften nicht so sehr um das Gewinnen geht. Das ist natürlich auch schön, keine Frage. Aber viel mehr ist es der familiäre Gedanke. Jedenfalls für mich. Die Arge war und ist für mich immer ein wunderschöner Ort der Begegnung, daher werde ich so oder so sehr viel von den beiden Tagen mitnehmen. 

 

Ich würde mich natürlich freuen, wenn DU, ja genau DU auch kommen würdest. Nicht nur für mich, sondern auch für die vielen tollen Poeten die ihr bestes geben werden und sich mindestens genauso auf den Ö-Slam freuen. 

 

Schnappt eure Freunde und Bekannten, kommt zur Arge und lasst uns zwei wunderbare Tage miteinander erleben!

 

Freuen.

Jetzt.

Love.

M.

Familienduelle (3) – No risk, no fun

„Schach Matt!“ Opa würfelt eine Sechs, zerreißt mehrere Missionskarten und schreibt „Deutschland“ zur besseren Orientierung mit schwarzem Edding auf das Spielbrett.

Über unserem Esstisch erstreckt sich ein überdimensional großes Risiko-Spiel mit den nachträglich ein skizzierten Grenzen von ´33. Opa positioniert seine Truppen in Mitteleuropa und ärgert sich über die unspezifischen Länderabgrenzungen, mein Cousin besetzt Mittelerde und wundert sich über das Fehlen von Orks und ich wundere mich in dieser Familie gar nicht mehr.

 

„Bei diesen ganzen Einzelmissionen verliert man doch das Große Ganze aus den Augen!“ empört sich Opa.

„Das Spiel heißt Risiko!“, entgegnen wir, aber er winkt ab.

„Wenn ich ´44 mim Russen gewürfelt hätte DAS wäre Risiko gewesen!“

Meine Schwester versammelt unterdessen mehrere Reiterstaffeln in Skandinavien und hält sich aus allem raus. Ihr einziger Verbündeter scheint Island zu sein. Wegen der Ponys. Opas Gesicht läuft rot an.

„Das ist ein Schlachtfeld und keine Pferdekoppel!“

 

Oma blättert währenddessen seelenruhig in einem alten Familienalbum und schwelgt in Erinnerungen.

„Als der Opa in deinem Alter war, da war er schon 30! Das muss man sich mal vorstellen!“

„Dam ham´ Protestparteien „Schiffe versenken“ noch offline gespielt“, merke ich an.

 

„Ich war mit 30 ja schon Veteran!“, erklärt Opa weiter und hält sich mit schmerzverzerrtem Gesicht das Bein.

„Na, Kriegsverletzung?“, frage ich aber er schüttelt mit dem Kopf.

„Ne, eingeschlafen“, erwidert Opa.

„Wenn ihr 1933 auch eingeschlafen wärt, hätte ich in der letzten Geschichtsarbeit ne Eins mit Sternchen“, platzt es aus meinem Cousin heraus. Man hätte ihn an dieser Stelle darüber aufklären können, dass die tatsächliche Existenz von Hobbits geschichtswissenschaftlich gesehen nicht unbedingt sooo fundiert ist, aber ich schweige und stelle mich vor wie lustig es gewesen wäre, wenn Frodo kurz vor Mordor an Mussolini gescheitert wäre …

„Und du arbeitest jetzt echt im Außendienst, Junge?“ Oma klammert sich immer noch an das völlig vergilbte Bild meines Großvaters. Ich nicke.

 „Ich hab ja auch mal im Außendienst gearbeitet!“, erzählt eben dieser jetzt voller Stolz.

„Ich dachte du warst Maurer?“ frage ich etwas verwundert.

„Ich mein doch den Krieg, den ham´ wir auch nicht drinnen verloren!“ Er fährt kopfschüttelnd mit den Fingerspritzen über Mitteleuropa und räuspert sich.

„Außendienst ist wie Krieg!“ fährt er fort. „Es geht immer um Fläche und Raumgewinn!“

„Du, ich arbeite in Österreich. Das ist ein eher suboptimaler Vergleich!“

„Österreich? Da war ich ja auch mal, glaub ich.“

„Glaubst du?“ frage ich etwas verwundert.

„Naja, die Grenzen verschwimmen mit der Erinnerung, was?!“

 

„Schreibst du eigentlich immer noch diese Geschichten, Junge?“ Oma blickt mich neugierig an. Ich hole einen Notizzettel unter dem Esstisch hervor und grinse.

„Der verarscht dich doch immer beim Vorlesen “, petzt mein Cousin.

„Ich hab schon Geschichte geschrieben da gab es noch gar keine deiner Geschichten!“ protestiert Opa.

„Ich lese nicht, ich slamme!“ merke ich an.

„Als der Oppa in deinem Alter war da wurde noch vom Balkon aus geslammt!“ platzt es aus meinem Onkel heraus.

„Ja sicher“, sage ich, „und damals wurde auch noch per Handzeichen abgestimmt!“ Opa überhört das.

 „Wird wirklich Zeit, dass du mal was Richtiges arbeitest!“ fällt mir nun mein Onkel erneut in den Rücken. Ich mache ihn darauf aufmerksam, dass ich bereits mit 14 Jahren Zeitungen ausgetragen habe woraufhin er lautstark zu lachen beginnt. „Dein Oppa hat mit 14 schon dafür gesorgt, dass die Zeitungen überhaupt was zu schreiben hatten!“„Ja klar, und ohne ihn hätte N-TV heute auch kein Nachmittagsprogramm“, füge ich hinzu. Ich bemerke jetzt erst, dass im Hintergrund eine Folge der Reportage „Hitlers Helfer“ in Dauerschleife läuft.

 Währenddessen spitzt sich die Situation zunehmend zu und wird immer skurriler. Meine Schwester hat mittlerweile aus Pappmaschee einen Weidenzaun gebastelt und verteilt liebevoll grünen Filz über das Spielbrett. Opa kommt gar nicht dazu, sich aufregen und diskutiert mit meinem Cousin über die Existenz des Auenlandes.

 

Dieser ist beleidigt weil er seine Charaktere nicht „hochleveln“ kann und versucht mit Hilfe von Magic-Karten Opa mit Spezial-Zaubern zu bekämpfen, woraufhin meine Schwester anmerkt, dass das Zaubern außerhalb von Hogwarts verboten sei.

 

 

Auf N-TV beginnt nun eine Dokumentation über den Untergang der Bismarck. Opa prangert Geschichtsfälschung an und zieht seine Truppen nach Ozeanien. Mein Cousin erklärt, das Spiel sei erst zu Ende, wenn der Ring im Feuer läge und ich erkläre den Plan, historische Zusammenhänge spielerisch mit Risiko zu erlernen, eindeutig für gescheitert.

 

 

Alte Schwedin

„Findest du das nicht ein klein bisschen kindisch?“, fragt meine Freundin und deutet auf das eingeschweißte Exemplar der Wendy-Zeitschrift auf unserem Esstisch. „Katha wird 40 und nicht 12.“
„Ich weiß!“, sage ich und „Nein!!“, füge ich hinzu während ich das Bravo-Girl-Zeitungspapier elegant hinter meinem Rücken verschwinden lasse.
„Ich finde das nicht kindisch, sondern…. angemessen“, fahre ich fort und suche nach Tesafilm. „Angemessen“, ui, das klingt sehr neutral, denke ich und gebe mir einen imaginären Schulterklopfer. Bei Frauen muss man ja etwas vorsichtiger sein, wenn es ums Alter geht. Vor allem wenn man 40 wird. Wobei 40 ja auch nur Pubertät ohne Pickel und Justin Bieber ist, denke ich.
„40 ist doch auch nur Pubertät ohne Pickel und Justin Bieber“, sage ich und ernte von meiner Freundin einen bösen Blick.
„Und überhaupt“, ergänze ich meine Ausführungen „“alt“ ist ja immer relativ. Kann man drehen und wenden wie man mag. 40, das ist ….. 4 x 10, 2 x 20…. ich + 8. Wenn das kein Grund zu feiern ist!?“
„Hast du denn wenigstens auch an etwas sinnvolles gedacht?“, fragt meine Freundin. Ich nicke und hole eine Flasche Rotburgunder zum Vorschein.
„Alkohol! Hilft immer!“ Meine Freundin schweigt.
Zugegeben, so wirklich gut im Geschenke aussuchen war ich noch nie. Erst letztes Jahr habe ich meiner Freundin zu Weihnachten einen Akkuschrauber geschenkt, sowie einen Hammer, der in der Werbung mit „aus echtem Panzerstahl“ angepriesen wurde. Kam jetzt aber nur so minder gut an, wie ich rückblickend betrachtet eingestehen muss. Aber das ist ja am Anfang immer so, bis der erste IKEA-Schrank gekauft wird. Da hat der Schwede die Rechnung ohne den Herrn Krupp gemacht, denke ich. Wer uns die Billy-Plage schickt, der darf sich nicht wundern, wenn der kleine Mann von nebenan mit einem Panzerstahl-ummantelten und ‘45 kurz vor Moskau schockgefrosteten Hammer von Hornbach zurück schlägt.
„Nimm DAS, Köttbullar!“, rufe ich und mache mit der Hand eine schlagende Bewegung. Meine Freundin weicht irritiert zurück.
Die letzten Worte musste ich, ohne es zu bemerken, versehentlich laut ausgesprochen haben. Ich muss unweigerlich grinsen. Sollte man eigentlich viel häufiger sagen. „Nimm DAS, Köttbullar!“ Funktioniert immer.
„Du kannst Katha ja einfach ein Gedicht schreiben“, wirft meine Freundin etwas unüberlegt in den Raum.
Oh ja, ein Gedicht, denke ich, dass ich da nicht schon viel früher drauf gekommen bin. Na sicher! Da war ich war ja schon immer gut drin. Im Reimen! Bin ja mehr so der Lyriker in der schreibenden Zunft. Super Idee. Da ist es wieder, das Leid des Künstlers. Das war schon früher immer so. „Oho, der Junge kann Flöte spielen. Komm, spiel was für uns zu Weihnachten, Ostern, Mauerfall und Weltnichtrauchertag. Ätzend! Da sind meine Geschwister schön raus. Keiner würde auch nur im Entferntesten daran denken meinen Bruder zu bitten doch bitte mal als gratulierend-unterhaltsame Geste den Fußball hoch zu halten. Heute sind es bei mir eben Geschichten. GESCHICHTEN wohl bemerkt, keine Gedichte.
Dennoch schnappe ich mir Stift und Papier und lege los.

Liebe Katha,
Heut zu deinem Wiegenfeste
Wünsch‘ ich dir das Allerbeste
Wir trinken heut‘,
wie wunderbar,
auf die nächsten vierzig Jahr‘.

Die Hälfte hast du jetzt schon rum…

„Laaaaangweilig!“, protestiert meine Freundin.
„Das ist ein Gedicht“, erwidere ich. „Das muss so.“
„Du könntest doch einfach etwas Nettes über ihr neues Pferd schreiben.“
„Es trägt den Namen “Periannath“. Wenn es wenigstens “My Little Lasagne“ heißen würde. Das wäre doch viel lustiger.“ Meine Freundin seufzt einmal mehr. Ich verstehe das ganze Drama um den Pferdefleischskandal bis heute noch nicht so richtig. Ich mein‘, jeder Horst frisst doch das Zeug das Rügenwalder in die grobe Mettwurst presst und alle schreien auf, wenn die Lasagne wiehert. Da jucken doch dem Bauern die Hufe. Bei all dem Schrott der täglich in die Naturdärme der Welt gedrückt wird ist doch Pferd eigentlich noch Haute Cuisine.
„Nimm das, Köttbullar!“, wirft nun meine Freundin in den Raum. Jetzt lachen wir beide.
„Periannath ist übrigens elbisch“, erklärt sie weiter.
„Ja, na passt doch“, denke ich. „Franken ist ja auch mehr so das Auenland Bayerns. Lass uns doch noch einen Sauna-Gutschein dazu legen. Dann kann sie gleich mit ihrem Halbling in die Therme reiten und einen Ring beim Aufguss in die Glut werfen.“
„Welchen Ring?“
„Es geht um die Symbolik“, erwidere ich.
„Aha. Wellness und nicht Mordor, mein Lieber!“, empört sich meine Freundin.
„Wir können ihr auch alternativ einfach einen IKEA-Gutschein schenken“, merke ich an. „So etwas kommt doch immer gut. “
„Prima Idee“, sagt meine Freundin. „Dann kannst du den Hammer gleich mit verschenken.“
So wird das nichts, denke ich und packe die Wendy ein. „Wusstest du eigentlich, dass es im Internet einen Wendy-Club gibt? Habe ich gestern gefunden. Da heißt der Anstups-Button „Anwiehern“. Lustig, oder?“
„Geht so“, meint meine Freundin und öffnet den Wein.

 

Ö Slam 2013 – Isch mach da mit!

Menschen!

Diesmal ein kurzer Beitrag für zwischendurch. Am 04.+ 05. Oktober 2013 finden in der ArgeKultur Salzburg die österreichischen Meisterschaften im Bühnenduellieren statt. Knapp 33 Einzelteilnehmer werden sich dort das Mikro in die Hand geben und das Publikum mit Wort und Geste verzaubern. Am Ende gibt es Alkohol und einen Gewinner. Aber vor Allem gibt es Alkohol, Spaß, tolle Menschen, prima Texte und und und. Und ich bin dieses Jahr auch wieder mit dabei.

Freude. Freude. Freude.

M.